Herzschwäche – wichtigste Medikamente

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Sie nehmen mehrere Medikamente ein, weil Sie an Herzschwäche erkrankt sind. Diese Medikamente lindern Beschwerden und können das Leben verlängern. Wichtig ist, sie regelmäßig und wie verordnet einzunehmen. Nur dann können sie richtig wirken. Wenn Nebenwirkungen Ihnen zu schaffen machen, sprechen Sie dies in der Arztpraxis an. Setzen Sie Medikamente nicht ohne Rücksprache ab und ändern Sie die Dosis nicht selbstständig.

Empfehlung

Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig und wie verordnet ein. Lassen Sie sich in der Arztpraxis und in der Apotheke dabei unterstützen. Ändern Sie die Dosis nicht ohne Rücksprache.

Welche Medikamente bekomme ich?

» ACE-Hemmer

ACE-Hemmer sorgen dafür, dass der Blutdruck sinkt und sich die Blutgefäße etwas weiten. So muss das Herz nicht so stark pumpen. ACE-Hemmer heißen beispielsweise Enalapril oder Ramipril. Bei etwa 5 von 100 Menschen verursachen sie einen trockenen Husten. Dann kann man auf ein sogenanntes Sartan umsteigen.

» Beta-Blocker

Beta-Blocker verhindern, dass Stresshormone im Körper wirken können. Sie senken den Blutdruck und den Pulsschlag. Beta-Blocker heißen beispielsweise Bisoprolol oder Metoprolol. Anfangs können sich Beschwerden der Herzschwäche durch Beta-Blocker verschlechtern. Deshalb muss man die Dosis erst langsam steigern und anpassen.

» Diuretika

Diuretika sind harntreibende Medikamente. Der Körper scheidet dann mehr Wasser aus. Das entlastet das Herz und lindert Beschwerden. Wer Diuretika nimmt, muss häufiger auf die Toilette. Das ist manchen Menschen unangenehm. Es bedeutet aber, dass die Medikamente genau richtig wirken.

» Andere Medikamente

Manche Menschen haben trotz dieser Medikamente weiterhin Beschwerden. Dann kommen zusätzliche Arzneimittel in Frage, die beispielsweise Spironolacton oder Eplerenon heißen. Wer alle Medikamente richtig einnimmt und immer noch Beschwerden hat, sollte den ACE-Hemmer durch den Wirkstoff Sacubitril/Valsartan ersetzen.

Was erleichtert mir die Einnahme?

Richtig eingenommen, verlängern die Medikamente das Leben und lindern Beschwerden. Folgende Tipps können Ihnen helfen:

  • Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt genau erklären, welche Medikamente Sie wie oft nehmen sollen, am besten schriftlich. 
  • In besonderen Pillendosen lassen sich die Medikamente für eine ganze Woche übersichtlich einsortieren. Fragen Sie in der Apotheke nach. 
  • Sprechen Sie Nebenwirkungen oder andere Schwierigkeiten bei der Einnahme in der Arztpraxis an. Oft kann man Ihnen damit helfen.
  • Nutzen Sie Erinnerungshilfen wie Zettel, Kalendereinträge oder Apps auf dem Handy. 

  • Vielleicht kann Sie auch ein Familienmitglied bei der regelmäßigen Einnahme unterstützen.

November 2018, herausgegeben von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung

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Für diese Information haben wir die Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) Chronische Herzinsuffizienz genutzt. Diese ist für Ärztinnen, Ärzte und andere medizinische Fachleute gedacht.

Wo Sie eine Selbsthilfeorganisation in Ihrer Nähe finden, erfahren Sie bei der NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen).

Internet www.nakos.de 
Telefon 030 31018960

Dieses Patientenblatt ist Bestandteil der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) "Chronische Herzinsuffizienz".

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